25 Jahre Köhler-Osbahr-Stiftung

Festakt am 10. Juli 2011

Förderpreis 2011
Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft erwiesen der Köhler-Osbahr-Stiftung auf dem Festakt am 10. Juli ihre Referenz. Oberbürgermeister Adolf Sauerland ließ es sich nicht nehmen, Brigitte Findeisen, der „guten Seele“ der Stiftung, einen Blumenstrauß zu überreichen.

Vor 25 Jahren entschlossen sich Ingeborg und Dr. Heribert W. Köhler, mit einem Teil ihres Vermögens eine Stiftung zur Förderung des Duisburger Kulturlebens zu errichten. Seitdem gehört die „Köhler-Osbahr-Stiftung“ mit ihren vielfältigen Projekten zu den aktivsten und stabilsten privaten Institutionen der Stadt. Vor allem die Musik, aber längst nicht nur sie, verdankt dem Einsatz des mittlerweile verstorbenen Stifterpaars wichtige Impulse.

Förderpreis 2011

Hans Jürgen Kerkhoff, der langjährige Vorsitzende der Stiftung, bedankte sich bei allen Freunden und Förderern.

Im Rahmen eines kleinen, aber feinen Festakts im Theaterfoyer würdigte man am 10. Juli 2011 die Leistungen der Gründer, aber auch die intensive Arbeit ihrer Nachfolger. Und dabei fiel immer wieder der Name Brigitte Findeisen, die die mittlerweile weitverzweigten Aktivitäten der Stiftung mit viel Herzblut, organisatorischem Know-how und ebenso starkem Durchsetzungsvermögen steuert. Der Wert des Stiftungsvermögens liegt derzeit bei 6 Mill. Euro, die bei Brigitte Findeisen, dem achtköpfigen Vorstand und fünf Beiräten sicher und gut aufgehoben sind.


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Die Klavier-Dozenten Prof. Till Engel und Prof. Bernd Wambach bereicherten den Festakt und unterstrichen die engen Kontakte der Köhler-Osbahr-Stiftung mit der Folkwang Universität

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Adolf Sauerland hob Vorstandsvorsitzender Hans Jürgen Kerkhoff die vorbildliche gemeinnützige Motivation des Gründerpaars hervor, als Bürger mit starker Eigeninitiative Programme zu fördern, die die öffentliche Hand nicht mehr leisten könne. Zu den Leistungen der Stiftung gehört der mittlerweile 22 Mal vergebene Musikpreis, der in diesem Jahr dem ehemaligen Generalmusikdirektor Jonathan Darlington verliehen wird und der zur überregionalen Reputation der Stadt beigetragen hat. Dazu zählt auch die Überlassung großer privater Sammlungen, die im Stadtgeschichtlichen Museum zu sehen sind. Jetzt hat Ursula Finkelberg, die Schwester des Gründers, der Stiftung noch eine Sammlung von 120 historischen Taschenuhren überlassen.

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120 historische Taschenuhren gingen in den Besitz der Stiftung über.

Ganz besonders am Herzen liegt der Stiftung die Förderung junger Musiker, so dass auch alljährlich Preise an Nachwuchstalente, Musikpädagogen und musikpädagogische Projekte vergeben werden. Über 500.000 Euro kamen bisher dem musikalischen Bereich zugute. Kerkhoff: „Die Köhler-Osbahr-Stiftung hat die Stadt bereichert. Sie tut ihr gut.“

Die Liebe des Ehepaars Köhler zur Musik und zum Nachwuchs spiegelte sich auch im Rahmenprogramm des Festakts wieder. Den Auftakt bestritt der vor zwei Jahren von Karoline Philippi gegründete Kinderchor der Deutschen Oper am Rhein.

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Der musikalische Nachwuchs liegt der Köhler-Osbahr-Stiftung besonders am Herzen. Ein schönes Beispiel lieferte der 12-jährige Hornist Matthias Schardt, Schüler der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule.

Der 12-jährige Hornist Matthias Schardt, Schüler der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule, begeisterte mit einem vorzüglichen Vortrag zweier Sätze aus Mozarts 3. Hornkonzert. Und „Spieltrieb“, der Jugendclub des Duisburger Theaters, bestach durch eine nahezu perfekte Interpretation einer rhythmisch kniffligen „Fuge aus der Geographie“. Sprachvirtuosität par excellence. Till Engel und Bernhard Wambach, Klavierdozenten der Folkwang Universität und beide der Stiftung eng verbunden, ergänzten das Programm mit Werken von Ravel, Wolfgang Rihm und Johannes Brahms.

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Blumen gab es reichlich, für die Künstler und vor allem für Brigitte Findeisen. Viele Freunde kamen: Alt-Oberbürgermeister Josef Krings, Ex-Kulturdezernent Dr. Konrad Schilling, Prof. Christoph Brockhaus, der ehemalige Leiter des Lehmbruck-Museums, Kulturdezernent Karl Janssen, etliche Ratsmitglieder und nicht zuletzt Thomas Honickel, der Initiator des „Klasse! Klassik“-Projekts für junge und ganz junge Leute.

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Der vor zwei Jahren gegründete Kinderchor der Deutschen Oper am Rhein unter Leitung von Karoline Philippi (li.) erfreute vor dem Portrait des Stifterpaars Ingeborg und Herbert Köhler ebenso sehr wie die Theaterjugendgruppe „Spieltrieb“ mit einer virtuosen „Fuge aus der Geographie“ (re.)