Sir Yehudi Menuhin
 

Sir Yehudi Menuhin

Yehudi Menuhin ist einer der wenigen die bereits zu Lebzeiten zu einer Legende geworden sind. In New York als Sohn russischer Eltern geboren, gab er schon im Alter von sieben Jahren sein Debüt mit dem San Francisco Orchestra – bereits mit 13 Jahren führte ihn seine Karriere zu Debüts in New York, London, Paris und Berlin. Seitdem ist er mit fast allen großen Orchestern und bedeutenden Dirigenten der Welt aufgetreten.

Ein wahrer Weltenbürger, spricht Yehudi Menuhin fließen findet Sprachen und findet die ideale Form der Übung in der Praktizierung von Yoga. Er hat Konzerte für die Vereinten Nationen in New York und anderen Orten mit dem bekannten Sitar-Spieler Ravi Shankar gegeben – und ihre Schallplattenaufnahmen sind in Millionen Exemplaren verkauft worden. Abgesehen von seinem Interesse an indischer Musik, das auf seine Freundschaft mit Pandit Nehru zurückgeht (er gewann 1968 den Nehru Award), genießt er die Jazz-Violine, mit deren wichtigsten Interpreten, Stéphane Grapelli, er viele sehr gefragte Aufnahmen gemacht hat.

Während die Violine seine größte Liebe bleibt, ist Dirigieren immer ein tief befriedigender und belebender Aspekt seines musikalischen Lebens gewesen seit seiner Verbindung mit dem Bath Festival Orchestra, das später das Menuhin Festival Orchestra wurde. Heute ist Menuhin Präsident und „Associate Conductor“ des Royal Philharmonic Orchestra, er ist „Principal Conductor“ des English String Orchestras. Außerdem dirigiert er jedes Jahr die Berliner Philharmoniker. Erpflegt eine enge Verbindung mit dem English Chamber Orchestra und hat mehrere große amerikanische Orchester dirigiert.

Während des Zweiten Weltkrieges gab Yehudi Menuhin mehr als 500 Konzerte für die Alliierten und erhielt als Anerkennung die Orden „French Legion of Honour“ und „Croix de Lorraine“. Außerdem erhielt er das Verdienstkreuz des Bundesrepublik Deutschland und den „Order of the Phoenix“ von Griechenland. Andere Ehrungen sind die „Royal Philharmonic Society’s Gold Medal“, die „Cobbett Medal of Worshipful Company of Musicians“ – und 1966 wurde ihm von der englischen Königin Elizabeth II der „Honorary Knighthood“ (KBE) verliehen.

Yehudi Menuhin ist Ehrendoktor von zwanzig Universitäten, Ehrenbürger der Städte Edinburgh, Bath und Warschau sowie Inhaber der Goldmedaillen der Städte Paris, New York und Jerusalem.

1963 gründete Yahudi Menuhin – um die Kontinuität der großen Kunst des Geigenspiels zu sichern – die Yehudi-Schule in Stoke D’Abernon in Surrey (England), ein Internat für junge Musikertalente im Alter ab acht Jahren.

1973 verlieh das Ministerium für Erziehung und Wissenschaft der Schule den gleichen Status wie der Königlichen Ballettschule. Die Schüler geben Konzerte in ganz Europa und in den USA. Viele Schüler haben hohe Preise gewonnen und Stipendien, um ihre Studien an Musikhochschulen in Großbritannien, Belgien, Frankreich, Deutschland, den USA und Russland fortzusetzen.

„Live Music Now“, eine Wohltätigkeitseinrichtung, die einzigartige Dienstleistungen für die Gesellschaft und für junge Künstler bietet, gründete Menuhin 1977: Talentierte junge Musiker geben Vorstellungen in Krankenhäusern, Kirchen, Schulen, Gefängnissen, Clubs sowie Privatwohnungen und bringen die Musik zu denen, die zu alt, zu krank, zu arm oder zu weit entfernt sind um Konzerte in normalen Konzertsälen zu besuchen. Im gleichen Jahr gründete er für junge Streicher die Internationale Menuhin-Musik-Akademie in Gstaad (Schweiz), wo auch sein jährliches Festival stattfindet, das bereits seit 36 Jahren besteht.

Yehudi Menuhin war der erste aus der westlichen Welt, der zum Ehrendoktor des Pekinger Konservatoriums ernannt wurde – in Anerkennung seiner für viele chinesische Geiger geleisteten Bemühungen, ihre Studien in westlichen Ländern fortsetzen zu können. Er war weitgehend verantwortlich für das kulturelle Austauschprogramm zwischen den USA und der Sowjetunion, die er bereits 1945 besuchte, und ebenfalls für die Einführung indischer Musik und indischer Interpreten in die westliche Welt.

Große Erfolge erzielte Menuhin mit seinen „Menuhin Music Guides“, seiner Autobiographie „Unvollendete Reise“, „Die Musik des Menschen“ (begeleitet von einer gleichnamigen Fernsehserie) und mit zahlreichen anderen Veröffentlichungen wie „Gespräche mit Menuhin“ von Robert Daniel und die Kindergeschichte „The King, the Cat and the Fiddle“ (mit Christopher Hope). Seine neueste Publikation „Life Call“ ist eine faszinierende Sammlung von Übungen für Gedächtnis und Körpe, kombiniert mit Gedanken über ein Leben für die Musik.

Bei einer Vitalität, die seine 76 Jahre Lügen straft, reicht Sir Yehudi Menuhins Terminkalender – voll wie eh und je – etliche Jahre weit. Er dirigiert weiterhin als Gast wichtige Orchester ind Frankreich, Deutschland, Österreich, in den Niederlanden und in der Schweiz und widmet sich Schallplattenaufnahmen mit dem Royal Philharmonic Orchestra, der Sinfonia Varsovia und dem English String Orchestra.

Homepage der International Yehudi Menuhin Foundation

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