Hans Werner Henze
 

Hans Werner Henze

1926 in Gütersloh geboren, studierte bei Wolfgang Fortner in Heidelberg und René Leibowitz in Paris. Schon bald galt er als einer der bedeutendsten Komponisten seiner Generation. Bereits in den fünfziger Jahren machte er Furore vor allem als Schöpfer von musikalischen Bühnenwerken. Auch als Dirigent und Regisseur seiner Werke hat er sich einen Namen gemacht.

Hans Werner Henze wurde schon früh als die vielseitigste, fruchtbarste und erfolgreichste Begabung unter den jungen Komponisten angesehen. Er verfügt über eine enorme Bandbreite stilistischer Mittel und verbindet engagierte politische Aussage mit charakteristischem Personalstil. Henze, bereits in den sechziger Jahren Kompositionsprofessor in Salzburg, hatte von 1980 bis 1991 einen Lehrstuhl für Komposition und Ästhetik an der Kölner Musikhochschule. Daneben hat er seit 1976 die künstlerische Leitung einer alljährlich eingerichteten "Kunstbaustelle" der "Cantiere Internazionale d´Arte", die im toskanischen Montepulciano neue Formen einer bevölkerungsnahen Musik- und Kunstdarbietung erprobt. 1988 gründete er die Münchener Biennale, Internationales Festival für neues Musiktheater, der künstlerische Leitung er bis heute wahrnimmt. Hans Werner Henze erhielt bereits zahlreiche Preise für sein kompositorisches Schaffen.

Die Werke von Hans Werner Henze umfassen nahezu alle Gattungen: musikdramatische Werke, Balette, Symphonien, Konzerte, weitere Orchesterwerke, Kammermusik, Oratorien, Chorwerke, Klavierwerke und Lieder.

Zu seinen bedeutendsten und bekanntesten Kompositionen gehören unter anderem seine acht Symphonien, die Opern "Boulevard Solitude", "König Hirsch", "Der Prinz von Homburg", "Elegie für junge Liebende", "Der junge Lord", "Die Bassariden", "La Cubana", "Wir erreichen den Fluß", "Die englische Katze" und "Das verratene Meer", das Oratorium "Das Floß der Medusa", die Kantaten "Der langwierige Weg in die Wohnung der Natasche Ungeheuer" und "Versuch über Schweine" sowie das Ballett "Undine".

Homepage von Hans Werner Henze bei Schott