Der Musikpreis der Stadt Duisburg
 

Krzysztof Penderecki

Am 23. November 1933 in Debica (Polen) geboren, ist nicht allein der erfolgreichste Komponist Polens, sondern einer der bekanntesten Musiker unserer Zeit. Nationales Aufsehen erregte er bereits ein Jahr nach dem Abschluss seiner umfassenden Ausbildung in Krakau, als er 1959 beim zweiten Warschauer Wettbewerb Junger Polnischer Komponisten alle drei Preise gewann. Bei den Donaueschinger Musiktagen begann 1960 sein internationaler Durchbruch mit der Uraufführung der Komposition xAnaklasisx für 42 Streichinstrumente.

Darauf entstanden in kurzen Abständen Stücke wie xDimensionen der Zeit und der Stillex, xThrenosx (von Penderecki im nachhinein xden Opfern von Hiroshima gewidmet und mit einem Preis der UNESCO ausgezeichnet). xPolymorphiax, xFluorescencesx und das erste Streichquartett. Das xDies Iraex, ein Oratorium zum Gedächtnis der Opfer von Auschwitz, wurde 1968 mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Vor allem aber begründete Penderecki sein internationales Ansehen mit der 1966 im Dom zu Münster uraufgeführten xLukas-Passionx, für die er unter anderem mit dem Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt wurde.

Seitdem konnte Krysztof Penderecki seine Erfolge auf zahlreiche weitere Bereiche ausdehnen: Seiner ersten Oper xDie Teufel von Loudonx (die 1969 an der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführt wurde und in der Spielzeit 1989/90 im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein war) sind inzwischen mehrere Bühnenwerke gefolgt; von seinen zahlreichen Lehraufträgen sei seine Tätigkeit an der Essener Folkwang-Hochschule (1966 bis 1968) hervorgehoben; er bestätigte sich als Dirigent eigener und fremder Werke, unter anderem als Gastdirigent beim NDR-Sinfonieorchester Hamburg. Krysztof Penderecki nahm zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen in Empfang.

Im Zusammenhang mit der Verleihung des Duisburger Musikpreises 1999 wird Krysztof Penderecki am 16. und 17. Februar 2000 die Duisburger Sinfoniker dirigieren. Auf dem Programm stehen sein zweites Violinkonzert (Solistin; Alyssa Park) und die sechste Symphonie von Dmitri Schostakowitsch.

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